Bild: shutterstock, ABCDstock
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So wird das Handicap berechnet


Der Handicap-Index (HCPI) - oder kurz gesagt das Handicap - wird nach einem weltweit gültigen Verfahren berechnet, dem World Handicap System (WHS). Auf den ersten Blick scheint dieses System ein wenig kompliziert. Letztlich beruht die Berechnung aber auf einigen Grundregeln, die recht einfach zu verstehen sind. Die wichtigsten Informationen im Überblick: 

HCPI ist ein Durchschnittswert

Zweck des HCPI ist es, die aktuelle Spielstärke einer Spielerin oder eines Spielers in einen Zahlenwert zu überführen, um eine Vergleichbarkeit der Spielstärken herzustellen. Um zu verhindern, dass positive oder negative Ausreißer bei der Ermittlung des HCPI zu stark ins Gewicht fallen, wird für die Berechnung ein Durchschnittswert aus mehreren Ergebnissen gebildet. So sieht es das World Handicap System (WHS) vor. 

Die besten acht Ergebnisse sind relevant

Als Faustregel gilt: Der HCPI ist der Mittelwert der besten acht aus deinen letzten zwanzig Handicap-relevanten Ergebnissen. Als Vorgabe- oder Handicap-relevant gelten alle Ergebnisse, die du entweder bei einer registrierten Privatrunde (RPR) oder bei einem Turnier, das laut Ausschreibung Handicap-relevant ist, erspielt hast. Das World Handicap System (WHS) sieht also vor, dass nur die besten acht der letzten zwanzig Ergebnisse deinen Handicap-Index beeinflussen, die zwölf schlechteren Runden werden nicht berücksichtigt. Liegen weniger als zwanzig Vorgabe- bzw. Handicap-relevante Ergebnisse vor, wird dein aktueller HCPI auf Grundlage einer geringeren Datenbasis kalkuliert (siehe dazu die Tabelle weiter unten). 

Verwaltung und Darstellung der Spielergebnisse 

Wenn du in Deutschland Handicap-relevant gespielt hast, wird das Ergebnis automatisch an den Deutschen Golf Verband (DGV) übermittelt. Solltest du im Ausland gespielt haben, ist es notwendig, das Ergebnis bei uns einzureichen. (Dazu gehören die Scorekarte, die Ergebnisliste und Abgaben zum gespielten Platz wie PAR, Slope und CR-Wert.) Wir leiten diese Informationen dann an den DGV weiter. Dort werden die Ergebnisse erfasst und verwaltet, sämtliche Handicap-Indizes berechnet und die spielrelevanten Daten einer jeden Spielerin und eines jeden Spielers in zwei digitalen Dokumenten zur Verfügung gestellt. Zum einen gibt es das Handicap-History-Sheet, zum anderen den Scoring Record:

  • Handicap-History-Sheet: Hier findest du - chronologisch geordnet - deine gesamte Spielhistorie, also alle Handicap-relevanten Ergebnisse, die du jemals erspielt hast. Das können Ergebnisse von Turnieren im In- und Ausland oder von Handicap-relevanten Privatrunden sein. 
     
  • Scoring Record: Bei dem Scoring Record handelt es sich um eine kompakte Darstellung. Hier sind lediglich deine letzten zwanzig Spielergebnisse aufgeführt - und die besten acht, die für die Berechnung deines HCPI herangezogen werden, gesondert gekennzeichnet. Auf diese Weise kannst du jederzeit nachvollziehen, aus welchen Daten sich dein aktueller HCPI berechnet. 

Berechnung bei wenigen Spielergebnissen

Wenn weniger als zwanzig Handicap-relevante Spielergebnisse  vorliegen, wird das HCPI auf Basis der vorhandenen Datenlage berechnet. Dabei wird die Berechnungsweise angepasst (siehe Tabelle). 

Anzahl Ergebnisse im Scoring Record Zur Berechnung des Score Differential verwendete Werte Anpassung
1 der niedrigste -2,0
2 der niedrigste -2,0
3 der niedrigste -2,0
4 der niedrigste -1,0
5 der niedrigste keine
6 Durchschnitt der niedrigsten 2 -1,0
7-8 Durchschnitt der niedrigsten 2 keine
9-11 Durchschnitt der niedrigsten 3 keine
12-14 Durchschnitt der niedrigsten 4 keine
15-16 Durchschnitt der niedrigsten 5 keine
17-18 Durchschnitt der niedrigsten 6 keine
19 Durchschnitt der niedrigsten 7 keine
20 Durchschnitt der niedrigsten 8 keine

 

Weitere Informationen 

Ausführlichere Informationen rund um den HCPI, der in Deutschland für alle Spielerinnen und Spieler vom Deutschen Golf Verband (DGV) verwaltet wird, erhältst du hier. Recht informativ ist auch dieses Video!