Das Magazin für clubfreie Golfer:innen

Happy mit dem neuen Putter - der Rest kommt später
Bild: Bars Birdie
11.03.2025 / Blog
Fitting: Top oder Flop?
Professionelles Fitting: Handicap senken, Ausgaben auch? Dieses Jahr soll angegriffen werden und deshalb kann ein Check-up durchaus lohnenswert sein.
Autor:in: Bars Birdie
Meine beste Freundin Nicole spielt seit zwölf Jahren sowohl dieselben Golfschläger, als auch HCPI 36. Braucht sie dafür neues Material? Ein professionelles Fitting gibt die Antwort und macht für alle Golfenden Sinn.
Geht es nach Golfschläger-Herstellern, sollten wir uns zu jeder Saison komplett neu ausstatten. Du willst soweit schlagen wie DeChambeau? – Neuer Driver! Du hast einen übertriebenen Slice? – Hier ist der revolutionäre neue Driver! Beim Monatsteller schon wieder im hinteren Drittel gelandet? – Am besten gleich komplett neue Schläger kaufen!
Besser testen als teuer bereuen
Aber welche sind denn nun die richtigen? Viele Versprechungen machen alle Hersteller, dagegen wirkt der Bundestagswahlkampf wie ein Wahrheitsserum. Damit Nicole genau weiß, welche neuen Schläger denn nun die richtigen für sie sind, ist sie für ein Fitting ins Golf Performance Institut (GPI Berlin) gekommen. Hier wird heute alles unter die Lupe genommen. Was kann im Bag bleiben, was soll raus?
Geld bunkern, statt in den Bunker schlagen
Als Erstes werden nun ihre Maße genommen und die Eisen ausgemessen. Sofort fällt auf, dass ihr teilweise Schläger verkauft wurden, die ein Viertel Inch zu lang für sie sind. Außerdem stellt sich ihr 7er-Eisen einer sehr bekannten Firma von der Grad-Zahl als tatsächliches 6er-Eisen heraus, auf das mehr Gewicht gepackt wurde. Schlägerhersteller tricksen hier gerne mit den Zahlen, damit man den Eindruck bekommt, mit den neuen Schlägern schlägt man weiter. In Wirklichkeit ist also nicht jedes 7er auch ein solches.
Achtet daher beim Kauf auf die tatsächlichen Gradzahlen.
Bei Nicoles Eisen wird trotzdem schnell klar, dass erstmal keine neuen angeschafft werden müssen. Die alten Schläger sind von der Konstruktion nicht großartig anders als neue Modelle. Im Sweet-Spot fliegen die Bälle heutiger Modelle genauso weit wie vor einem Jahrzehnt. Die Tour-Profis packen zu den wichtigen Turnieren auch immer wieder ihre alten Eisen raus, egal was der Sponsor gerade will. Oder die alten Modelle werden umlackiert. Bis Nicole bei HCPI 18 ist, empfiehlt Trainer und Fitter Martin Scholz, kein Geld zu investieren. Damit die Eisen aber noch besser zum Schwung passen, werden sie um vier Grad umgebogen.
Schlägerhersteller hassen diesen Trick
Fürs Bag kommt es vor allem darauf an, alle möglichen Weiten abzudecken. Eine Lücke zwischen 110 und 140 Metern zum Beispiel kann auf dem Golfplatz ein echtes Problem werden. Darum wird ihr ein Hybrid 8 vorgeschlagen. Mit einem Holz 11 könnte man ein 5er-Eisen ersetzen. Muss man aber auch nicht. Der Driver sollte irgendwann ausgetauscht werden, aber bis HCPI 25 macht der auch noch locker mit. Das Geld kann lieber in Training und Golfurlaub investiert werden.
Vier Stunden, ein Putter
Nach der vierstündigen Session entscheidet sich Nicole nur für einen neuen Putter, der sofort gut funktioniert. Das Modell vorher war zu fehleranfällig, das neue balanciert aus. Auch hier denkt Fitter Martin an die Kundin: Zuerst wird bei Ebay geschaut. Wenn es dort kein günstiges Angebot gibt, wird beim Hersteller direkt bestellt. Eigentlich wollte Nicole sich komplett mit Schlägern eindecken und nur wissen, welche passen. Stattdessen gab es heute die Bestätigung, dass ihr Material weitergespielt werden kann. Nur der Putter ist neu und die Eisen wurden angepasst. Für die Session bezahlt sie 299,- Euro, ein neues Schlägerset wäre deutlich teurer gekommen. Ich sag´s euch: Fitting lohnt sich, egal, ob Handicap 6 oder 36.
Bis zum nächsten Birdie.
Geht es nach Golfschläger-Herstellern, sollten wir uns zu jeder Saison komplett neu ausstatten. Du willst soweit schlagen wie DeChambeau? – Neuer Driver! Du hast einen übertriebenen Slice? – Hier ist der revolutionäre neue Driver! Beim Monatsteller schon wieder im hinteren Drittel gelandet? – Am besten gleich komplett neue Schläger kaufen!
Besser testen als teuer bereuen
Aber welche sind denn nun die richtigen? Viele Versprechungen machen alle Hersteller, dagegen wirkt der Bundestagswahlkampf wie ein Wahrheitsserum. Damit Nicole genau weiß, welche neuen Schläger denn nun die richtigen für sie sind, ist sie für ein Fitting ins Golf Performance Institut (GPI Berlin) gekommen. Hier wird heute alles unter die Lupe genommen. Was kann im Bag bleiben, was soll raus?
Geld bunkern, statt in den Bunker schlagen
Als Erstes werden nun ihre Maße genommen und die Eisen ausgemessen. Sofort fällt auf, dass ihr teilweise Schläger verkauft wurden, die ein Viertel Inch zu lang für sie sind. Außerdem stellt sich ihr 7er-Eisen einer sehr bekannten Firma von der Grad-Zahl als tatsächliches 6er-Eisen heraus, auf das mehr Gewicht gepackt wurde. Schlägerhersteller tricksen hier gerne mit den Zahlen, damit man den Eindruck bekommt, mit den neuen Schlägern schlägt man weiter. In Wirklichkeit ist also nicht jedes 7er auch ein solches.
Achtet daher beim Kauf auf die tatsächlichen Gradzahlen.
Bei Nicoles Eisen wird trotzdem schnell klar, dass erstmal keine neuen angeschafft werden müssen. Die alten Schläger sind von der Konstruktion nicht großartig anders als neue Modelle. Im Sweet-Spot fliegen die Bälle heutiger Modelle genauso weit wie vor einem Jahrzehnt. Die Tour-Profis packen zu den wichtigen Turnieren auch immer wieder ihre alten Eisen raus, egal was der Sponsor gerade will. Oder die alten Modelle werden umlackiert. Bis Nicole bei HCPI 18 ist, empfiehlt Trainer und Fitter Martin Scholz, kein Geld zu investieren. Damit die Eisen aber noch besser zum Schwung passen, werden sie um vier Grad umgebogen.
Schlägerhersteller hassen diesen Trick
Fürs Bag kommt es vor allem darauf an, alle möglichen Weiten abzudecken. Eine Lücke zwischen 110 und 140 Metern zum Beispiel kann auf dem Golfplatz ein echtes Problem werden. Darum wird ihr ein Hybrid 8 vorgeschlagen. Mit einem Holz 11 könnte man ein 5er-Eisen ersetzen. Muss man aber auch nicht. Der Driver sollte irgendwann ausgetauscht werden, aber bis HCPI 25 macht der auch noch locker mit. Das Geld kann lieber in Training und Golfurlaub investiert werden.

Kein Schlägerkauf ohne Analyse (Foto: Bars Birdie)
Vier Stunden, ein Putter
Nach der vierstündigen Session entscheidet sich Nicole nur für einen neuen Putter, der sofort gut funktioniert. Das Modell vorher war zu fehleranfällig, das neue balanciert aus. Auch hier denkt Fitter Martin an die Kundin: Zuerst wird bei Ebay geschaut. Wenn es dort kein günstiges Angebot gibt, wird beim Hersteller direkt bestellt. Eigentlich wollte Nicole sich komplett mit Schlägern eindecken und nur wissen, welche passen. Stattdessen gab es heute die Bestätigung, dass ihr Material weitergespielt werden kann. Nur der Putter ist neu und die Eisen wurden angepasst. Für die Session bezahlt sie 299,- Euro, ein neues Schlägerset wäre deutlich teurer gekommen. Ich sag´s euch: Fitting lohnt sich, egal, ob Handicap 6 oder 36.
Bis zum nächsten Birdie.